Audiovisuelle Selbstzeugnisse Jugendlicher als Herausforderung für die schulische Heterogenitätsforschung

Ein Projekt der PHBern

 

Abstract

Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund erhalten die Möglichkeit, ihre soziokulturell heterogene Lebenswelt zu beschreiben, zu visualisieren und mittels einer Netzplattform zu kommunizieren. Dadurch werden ihr vielfältiger Hintergrund und ihre Erfahrungen sichtbar, können reflektiert und anderen zugänglich gemacht werden. Statt in essentialisierender Weise "kulturelle Differenzen" von aussen festzuschreiben, gibt das Projekt den Jugendlichen die Repräsentationsmittel selbst in die Hand und macht sie zu aktiv Forschenden ihrer eigenen Lebenswelt. Wie erleben sie ihren Alltag, wie definieren sie Zugehörigkeiten, wie artikulieren sie ihre Bildungsaspirationen?

 

Das Projekt setzt also beim Erfahrungshintergrund und den Wissensbeständen der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Schulen und Lehrpersonen, an und möchte mittels eines innovativen Einsatzes digitaler Technologien zur soziokulturellen Heterogenitätsforschung beitragen.

 

Das Projektteam arbeitet im Teamteaching mit Lehrpersonen des 7. bis 9. Schuljahrs und integriert die Videoarbeit jeweils während der Dauer von einem oder zwei Semestern in den Regelunterricht. Im Laufe der zweijährigen Pilotphase wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

 

Dauer des Projekts: 1. Juni 2008 bis 30. November 2010

 

Stichwörter

Selbstrepräsentation, Autoethnografie, Medienkompetenz, Medienpädagogik, Multikulturalität, multikulturelle Schulen, Interkulturelle Pädagogik, Integration, Partizipation, Heterogenitätsforschung