24. 02. 2010

 

Generationen im Brennpunkt

Wie sind meine Grosseltern aufgewachsen? Ging meine Mutter eigentlich gerne zur Schule? Was teile ich mit meinen Eltern, wo grenze ich mich ab? Welche Konflikte gibt es zwischen uns? Wie möchte ich selber als erwachsene Person sein?

 

16 Jugendliche der Schule Bethlehemacker setzten sich mit diesen Fragen auseinander. Es entstanden fünf spannende Kurzfilme, welche auf jumpcuts.net zu sehen sind.

 

Filmisches Erkunden der eigenen Familie

Ein Filmteam nahm das Thema zum Anlass, in der eigenen Familie zu forschen. Die Jugendlichen interviewten Geschwister, Eltern und Grosseltern, um einen Einblick in ihr Leben zu erhalten. Entstanden ist ein kurzer Dokumentarfilm, welcher die Perspektiven von vier verschiedenen Generationen beleuchtet. Die interviewten Personen erzählen von alltäglichen Freuden und Ängsten, Schulerfahrungen und Lebenseinstellungen.

 

Erwachsenwerden: von Wertvorstellungen, Krisen und Konflikten

Vier weitere Teams realisierten Kurzspielfilme. Die Filme setzen sich mit dem Erwachsenwerden auseinander. Was wird so bleiben wie es ist, was wird sich verändern? Werde ich meine jetzigen Ziele weiterverfolgen? Woran werde ich mich erinnern?

 

In ihren Filmen beschäftigen sich die Jugendlichen mit ihren Vorlieben und Wertvorstellungen.  Es wird zum Beispiel die Geschichte von drei Frauen erzählt, die sich erst durch eine persönliche Krise wieder daran erinnern, was ihnen in der Jugend wichtig war. 

 

Zwei weitere Filme zeigen Konflikte auf, wie sie zwischen Erwachsenen und Jugendlichen stattfinden.   Wird in einem Film eindrücklich geschildert, wie ein verzweifeltes Mädchen unter der Alkoholkrankheit ihrer Mutter leidet, folgen wir im anderen dem Abenteuer zweier "Ghettokids", welche Grenzen überschreiten und dadurch mit der Schule und den Eltern in Konflikt geraten.

 

Als Abschluss des Projektes organisierte die Klasse eine Filmpremiere für die Eltern. Stolz präsentierten sie ihre Werke und nahmen die Jumpcuts-Zertifikate, welche ihre im Projekt erbrachten Leistungen nachweisen, entgegen. Nach der Vorführung blieb das Publikum noch lange beim gemütlichen Apéro. Die Filme sorgten für viel Gesprächsstoff unter den Gästen. Die Jugendlichen genossen das Ausklingen des Medienprojektes, wofür sie nun ein Semester lang grossen Einsatz geleistet hatten.

 

 

 

23. 02. 2010

 

Mediale Selbstzeugnisse: Entdeckungsreise  und Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit 

 

Während einem Jahr haben Jugendliche des Berner Schulhauses Laubegg mit dem Jumpcuts-Team gearbeitet. Sie präsentierten ihr vielfältiges Schaffen im Rahmen einer schulinternen Premiere, eines Elternabends und auf jumpcuts.net.

 

Videocollagen zum Thema Heimat

Das erste Quartal war eine Entdeckungsreise. Die 16 Schülerinnen und Schüler zeigten einander Fotos und Gegenstände aus ihrer Heimat, erzählten Geschichten dazu und interviewten sich gegenseitig vor laufender Kamera. Weshalb ist mir dieser Gegenstand so wichtig? Was gehört zu meiner Heimat? Wo fühle ich mich wohl und akzeptiert?

Als Antworten auf diese Fragen wurden im zweiten Quartal mit Videoaufnahmen, Fotos und Musik  persönliche Videocollagen gestaltet.

Die Videocollagen erzählen von Freundschaft, Spass, Erinnerungen und vom Familienleben. Sie thematisieren den Verlust von Heimat durch Migration und Konflikte und zeigen auf, worin die Jugendlichen Halt finden.

 

Von der Videocollage zum Kurzfilm

Im zweiten Semester wagten die Jugendlichen den Schritt von der Videocollage zum Kurzfilm. Wie filme ich in verschiedenen Einstellungen und Perspektiven? Wie führe ich ein Interview?

Die Schulklasse erstellte Reportagen und Spielfilme zu vielseitigen Themen: Im Zentrum standen Zukunftsentwürfe, Traumberufe, Jugendgewalt,  Konflikte und Familienbeziehungen. Eine Gruppe fand sogar Zeit, zusätzlich einen Trickfilm in Stop-Motion Technik zu realisieren. 

 

Produzieren für ein Publikum: Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit

Die Arbeit mit audiovisuellen Medien setzte einen Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst, der eigenen Biografie, mit Rollenmustern, Träumen und Wünschen in Gange. Dabei lernten die Jugendlichen, dass sie ihr Bild in der Öffentlichkeit selbst steuern können: Was möchte ich meinen Klassenkameraden von mir erzählen? Was im Internet publizieren, was nicht? Soll mein Film an der Schulpremiere oder am Elternabend vorgeführt werden? Da die Videos persönliche Einblicke in die Lebenswelt der Jugendlichen bieten, war die Antwort auf diese Fragen nicht immer einfach. Die Schülerinnen und Schüler durchliefen einen wichtigen reflexiven Prozess, welcher sie für den Umgang mit persönlichen Daten in der Öffentlichkeit, insbesondere im Internet, sensibilisierte.

Für jedes Publikum (Eltern, Schule, Internet) wurde ein eigenes Programm zusammengestellt. Ungefähr die Hälfte der entstandenen Videos ist auf jumpcuts.net veröffentlicht.  

 

 

21. 10. 2009

 

Eingaben Jugendfilmtage

34. Schweizer Jugendfilmtage 10. - 14. März 2010

 

Sende deinen Film bis am 31. 12. 2009 bei den Jugendfilmtagen ein!

Teilnahmeberechtigt sind Filmemacher und Filmemacherinnen mit Wohnsitz in der Schweiz oder Schweizer Nationalität, bis maximal 30 Jahre. 

Zugelassen sind Filme aus den Jahren 2008 und 2009, mit einer maximalen Dauer von 20 Minuten. Pro Person dürfen maximal drei Filme eingereicht werden. 

 

Wettbewerbskategorien

A    Jugendliche bis 16 Jahre

B    Filme mit dem Thema "Wanted", bis 19 Jahre

C    Jugendliche bis 19 Jahre

D    Jugendliche  bis 25 Jahre

E    Studentinnen und Studenten von Filmschulen, bis 30 Jahre

 

Weitere Infos und das Anmeldeformular findest du auf www.jugendfilmtage.ch


 

03. 07. 2009

 

Zukunft! Von Erfolgen träumen und über Misserfolge lachen können.

 

Die Klasse 9a der Schule Bethlehemacker, Bern, blickte mit Videokamera und Mikrofon in die Zukunft. Daraus enstanden acht sehr unterschiedliche Videofilme, die die Träume, Hoffnungen und Ängste der Schülerinnen und Schüler ausdrücken.

 

Wer bin ich und wer möchte ich in 20 Jahren sein?

Für viele der 21 Jugendlichen ist die Zukunft ungewiss. Baldiger Schulabschluss und schwierige Lehrstellensituation sind grosse Herausforderungen für den kommenden Lebensabschnitt nach der obligatorischen Schulzeit. Im Jumpcuts-Unterricht können die Schülerinnen und Schüler ihren Zukunftsvisionen nachgehen: Im Film erproben sie ihren Traumberuf, erziehen sie ihre zukünftigen Kinder und stellen sich selbst auf die Probe.

 

"Ich will einmal Flugbegleiterin werden, weil ich viele Verwandte in anderen Ländern habe."

Video produzieren heisst stets auch: Fragen stellen und Zusammenhänge schaffen. Die Jugendlichen werden in jedem Produktionsschritt dramaturgisch gefordert: Welche Szene brauchen wir noch? Hat unsere Geschichte einen roten Faden? Wo gibt es Lücken? 

In dieser kreativen Arbeit beantworten sie offene Fragen und erkennen Zusammenhänge zwischen ihren Träumen und der aktuellen Lebenswelt. 

 

Mit Humor und Fantasie wird das Publikum erobert.

Lachen, sich selbst und die Welt der Erwachsenen aufs Korn nehmen, Träume wahr werden lassen: Humor, Fantasie und Selbstironie sind wichtige Elemente der Videoproduktionen. Entsprechend reagiert auch das Publikum an der Premiere, welche die Schüler und Schülerinnen zusammen mit dem Klassenlehrer organisiert haben. Es wird viel gelacht und geklatscht. Stolz nehmen die Videogruppen ihre Jumpcuts-Diplome und DVDs entgegen.

Wer weiss, vielleicht wird der eine oder die andere in 20 Jahren Video als selbstverständliches Kommunikations- und Arbeitsmittel gebrauchen. Antworten auf die Frage, wie die Zukunft sonst noch aussehen könnte, suchen Sie am besten in der Rubrik "Videos", Thema "Zukunft".

 

 

 

 

 

02. 07. 2009

 

 

Projektwoche zum Thema Heimat und Identität im Brunnmattschulhaus

 

Was ist meine Heimat? Was mag ich, was nicht? Wofür setze ich mich in meinem Leben ein? Die beiden neunten Klassen des Brunnmattschulhauses Bern beschäftigten sich während vier Tagen mit Diskussionen, Spielen und schlussendlich mittels einer eigenen Videoproduktion zu diesen Fragen. Gestern fand die Premiere und gleichzeitig die Verabschiedung der beiden Klassen statt.

 

Heimat: ein Wort mit vielen Bedeutungen

"Die besten Freunde, das Zimmer zu Hause, das Heimatland, eine Reise nach Lourdes mit der Familie, überall, wo ich selbst auch bin, ...", so verschieden waren die Antworten der Schüler und Schülerinnen auf die Frage danach, was Heimat für sie bedeute. Eine der Videogruppen ging anschliessend mit dem Reportermikrofon im Schulhaus, auf dem Bundesplatz und im Haus der Religionen auf die Suche nach weiteren Antworten. "Ist die Schule auch eine Art Heimat für Sie?" fragten die Schüler/-innen (allesamt mit Migrationshintergrund) verschiedene Lehrpersonen des Brunnmattschulhauses (ohne Migrationshintergrund) .

 

"Meine Freunde sind mir wichtig, ihre Herkunft oder Religion spielen dabei keine Rolle."

Die beiden neunten Klassen stehen kurz vor dem Schulabschluss. Bald werden sich die Wege der Einzelnen trennen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

In der Projektwoche erhielten sie die Möglichkeit, sich dazu zu äussern, wer sie sind und was ihnen wichtig ist im Leben. So entstanden im Laufe des ersten Projektwochentages lebensgrosse "Steckbriefe" mit den Gedanken und Meinungen der Schülerinnen und Schüler. Die Frage "wer bin ich?" wurde mit einem persönlichen "Heldenfoto" beantwortet. Hier konnte sich jede und jeder selbstbewusst, mit Freunden oder alleine, akrobatisch oder lässig als Held oder Heldin des eigenen Lebens in Pose setzen.

 

 

"Die Klassen haben intensiv gearbeitet, alle waren voll dabei!" (Klassenlehrerin)

Für die Videoproduktionen während der Projektwoche kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Institut für Bildungsmedien (IBM) der PHBern (Pädagogische Hochschule). So trafen sich die Schulklassen ab Mitte Woche in der gut ausgerüsteten Medienwerkstatt des IBM, wo sie unter fachkundiger Betreuung ihr gedrehtes Material editieren konnten. Diese Zusammenarbeit erlaubte auch die Integration von Foto- und Videoprojekten, welche die Klassenlehrpersonen bereits vor der Projektwoche begonnen hatten und welche unter Betreuung der Mitarbeitenden der Medienwerkstatt abgeschlossen werden konnten.

So entstanden vier Videofilme zu den Themen "Heimat", "Freundschaft", "Rap" und "Alltag", ein Dokumentarvideo über das letzte Schulsemester sowie zwei Diashows der gesammelten Klassenfotos der letzten Jahre. 

 

Stolz präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihr reichhaltiges Bild- und Videomaterial, die Steckbriefe und weitere Objekte am Abschlussabend ihren Eltern und der Schulleitung.

 

 

04. 03. 2009

 

Jumpcuts-Premieren in den Schulen Statthalter und Bethlehemacker

Vorhang auf - Film ab! Im Februar luden die Jumpcuts-Filmteams der Schulen Statthalter und Bethlehemacker zu den ersten Jumpcuts Videopremieren ein.

 

"Wir waren erstaunt, wie viel es braucht, um einen Film zu drehen"

Während eines Semesters realisierten zwei Schulklassen der Schulen Statthalter und Bethlehemacker in Bern West Filme zum Thema "Alltag" und "Raum". In den Videoteams von 2-3 Schülern und Schülerinnen wurden sie zu Regisseuren, Kamerafrauen und Audiotechnikern wie auch zu Schnittmeisterinnen am Computer. So entstanden Reportagen, Porträts und sogar kleine Spielfilme zum alltäglichen Leben der Jugendlichen. 

 

"Das lustigste Erlebnis waren die Pannen"

Im Publikum sitzen Freunde, Eltern und Geschwister. Gespannt folgen sie den einzelnen Beiträgen.  Die Videos gewähren Einblick in die Welt der Jugendlichen. Was mögen sie, was nicht? Zu welcher Gruppe fühlen sie sich zugehörig, welcher nicht? Was ist ihre Meinung zu den Themen Ausgangsregeln oder Gewalt? Der Humor und die Spontaneität der Videos bringen das Publikum zum Lachen und zum Staunen.  

 

Übergabe des Zertifikats und einer DVD

Feierlich überreicht die Jumpcuts-Pädagogin Marion Alig Jacobson den einzelnen Schülern und Schülerinnen ihr Zertifikat mit DVD zum Abschluss des Projektes. Sie betont, mit welchem Engagement die einzelnen Videoteams an ihrem Film gearbeitet haben. Die meisten Aufnahmen entstanden in der Freizeit. Am Mittwoch Nachmittag wurde teilweise noch eisern fertig geschnitten, wenn die Zeit in der Schulstunde nicht ausreichte. 

 

Gute Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Jumpcuts-Team

Die Videopremieren boten einen ersten Abschluss einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Schulen Statthalter und Bethlehemacker. "Das Jumpcuts-Projekt hat sich positiv auf das Klassenklima ausgewirkt," meinte eine der Lehrpersonen. Und während die Videos weiterhin online zu sehen sind, melden bereits neue Lehrpersonen ihr Interesse an einem Jumpcuts Projekt.